maineunzehn

…der alles neu macht.
War es zumindest im letzten Jahr. Da startete nämlich genau an diesem 31. Mai diese Seite. Mit ein paar Mikrogramm an Kunst und an Blogbeiträgen. So vieles kam seit dem ins Rollen. Vieles kam ins Leben, manches ging, manches kam und ging wieder.
Ich weiß nicht wo ich anfangen sollte hier Bilanz zu ziehen. Viel zu viele kleine Sachen sind durch diesen Start in Bewegung geraten, haben sich gegenseitig beeinflusst und wohl irgendwie jedes Mikrogramm meines Universums verändert. Im Innen wie im Außen, weil beides das Gleiche ist.

Danke
So ist es jetzt, nach genau einem Jahr, an der Zeit danke zu sagen. Danke an alle, die mich gefeiert haben, die mich kritisiert haben, die mir konstruktiv Feedback gegeben haben, an die, die bei mir Rat gesucht (und vielleicht sogar gefunden) haben, an alle, die sich mein Zeug reingezogen haben, die mich weiter vorangetrieben haben, die mir neue Horizonte aufgezeigt haben, an die, die mich irgendwie engagiert haben, die mir Raum gegeben haben mich zu zeigen, die Unterstützer, Ratgeber, die, die an meiner Seite stehen und die, die an meiner Seite standen…

Esendetmit_Linie
Denn manchmal enden Geschichten auch einfach so. Mit einer Linie. Wie auf diesem Krankenhausmonitor, der so schöne Kurven zeichnet, wenn es in unserer Brust schlägt. Manchmal ist da nur noch eine Linie. Dann hat es aufgehört zu schlagen, das Herz.
Nicht immer hat es jemand rausgerissen, manchmal hat es sich einfach verschlossen. Erfroren in der Kälte vergangener Eiszeiten. Nicht immer ist da dieser dramatische Hollywood-Herzstillstand-Piepston. Manchmal ist es auch eher lächerlich, wenn das Schlagen aufhört. Und dann spielt da die Blasmusik, dreht sich das Riesenrad und die unglücklichen Ponys laufen mit unglücklichen Kindern auf ihrem Rücken ewig im Kreis. Bis auch das aufhört und die Ponys tot umfallen. Manchmal ist das Leben ein Ponyhof.
Egal. Vielleicht enden manche Geschichten auch mit einer Line. Einer Line, die durch die Nase gezogen wird. Zuviel davon. Oder es endet mit einer Linie, die um den Körper gezogen wird. Weil er leblos auf dem Bürgersteig liegt, unter ihm das eigene Blut in den Stein gesickert. Oder so.

Mai
Ganz egal. Eigentlich endet nichts. Und nichts fängt an. Alles wird nur in jedem Moment neu gemacht, wenn du es zulässt. Wenn nicht, dann lass dir Gnade wünschen. Kein Monat versteht diese Sache mit dem Neu machen besser als dieser Wonnemonat Mai.
Und er schlägt wieder zu. Manchmal erst am letzten Tag, wie vor einem Jahr. Die Linie schließt sich zu einem Kreis, bricht auf und lässt uns frei.

PS: Neue Gedichte, neuer Text, neues Gemälde und neue Fotos hier…